Lesung „Grethe und der Deutsche“ mit dem Journalisten und Autor Manfred Ertel

Die Deutsch-Dänische Gesellschaft e.V. Sektion Lüneburg und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bezirksverband Lüneburg/Stade

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Manfred Ertel, 1950 in Hamburg geboren, arbeitete fast vier Jahrzehnte lang beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, unter anderem als politischer Korrespondent, investigativer Autor und Skandinavien-Experte. Die nordischen Länder und ihre Menschen kennt er wie kaum ein anderer.

Er deckte zahlreiche Affären auf, unter anderem die „Waterkantgate-Affäre“ um den ehemaligen Kieler Ministerpräsidenten Uwe Barschel. Seit seinem Ruhestand schreibt er Bücher. Im Ellert & Richter Verlag ist sein Politthriller „Akte B.“ sowie die von ihm herausgegebene Anthologie „MeerMord. Kutter, Küsten und Kanaillen“ lieferbar.

Im September 2025 ist sein neuer Roman: „Grethe und der Deutsche“ erschienen:

Die junge Dänin Grethe ist noch keine 18 Jahre alt, als sie im Spätsommer 1940 – wenige Monate nach der Besetzung Dänemarks – dem deutschen Marinesoldaten Kurt begegnet. Was als Zufall beginnt, wird zu einer großen Liebe, die stärker ist als alle Vorurteile. Doch Grethe muss für diese Liebe kämpfen – gegen Ressentiments im eigenen Land, gegen die harte Realität der Besatzung und schließlich gegen politische Entscheidungen nach dem Krieg.

Grethe setzt alles daran, Kurt vor der Auslieferung an die Russen zu retten. Sie kämpft in Schweden bei Medien, Kirchen, dem Roten Kreuz und sogar bei der legendären Diplomatin Aleksandra Kollontai. Schließlich erreicht sie das Unglaubliche: die Genehmigung zur Hochzeit im Internierungslager – die einzige dokumentierte Eheschließung mit einem deutschen Kriegsgefangenen in einem Lager. Es ist die wahre Geschichte einer jungen Frau, die Liebe über Hass stellt, die trotz persönlicher Verluste niemals aufgibt – und die im Schatten der Geschichte ein Stück Hoffnung und Menschlichkeit bewahrt.

Manfred Ertel liest aus seinem Roman, berichtet über seine Recherchen und von den historischen Hintergründen, die dem Buch zugrunde liegen.

Anschließend sind die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Gespräch eingeladen.